Ein Rollenmodell für Digital Leader

Leadership | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Der Arbeitsalltag eines Digital Leader ist komplex. Jedenfalls was Strategie, Führung und Organisation betrifft. Eine durchdachte Leadership-Strategie sollte entwickelt werden, wenn Unternehmen eine führende Rolle in der globalen Wirtschaft führen wollen. Social-Media-Kompetenz ist dabei ein Element zur Führung im digitalen Zeitalter. Dieses Wissen hat leider noch nicht den Weg in die Curricula der Business Schools und Leadership-Trainings im Personalwesen gefunden. Das muss sich ändern. Doch was bedeutet das Rollenmodell für Leadership nun konkret?

6 Rollen für Digital Leader

McKinsey hat ein Rollenmodell mit sechs Leadership-Dimensionen vorgestellt, die Digital Leader beherrschen sollten. McKinsey ist davon überzeugt, dass Unternehmen, die eine kritische Masse von Führern haben, die die sechs Rollen zur organisatorischen Medienkompetenz entwickelt haben, eine bessere Zukunft haben. Sie werden kreativer, innovativer und agiler sein. Sie werden junge Talente gewinnen und halten sowie die Ideen ihrer Stakeholder für Wachstum verwenden. Sie werden effektiver in der Zusammenarbeit über interne und externe Grenzen hinweg sein und einen höheren Grad der globalen Integration gewinnen sowie loyale Kundenbeziehungen. Sie werden auf neue Geschäftsmodelle stossen und das Potenzial der neuen Kommunikationstechnologien aktiv nutzen. Orientieren Sie sich bei Ihrer Social Media-Strategie an diesen sechs Fertigkeiten, dann entwickelt sich auch bei Ihren Mitarbeitern ein Gespür für die relevanten Zukunftstrends.

 

Digital Leader

1. Der Digital Leader als Produzent: In der digitalen Welt ist es vor allem wichtig attraktiven Content zu produzieren. Videos sind da ein absoluter Blickfang und eine abwechslungsreiche Verarbeitung zum schriftlichen Content. Deshalb brauchen Sie als Führungskraft ein gutes Auge und Gespür für den richtigen Inhalt und im Bestfall sogar technische Fertigkeiten, wie Kameratechniken oder Bildbearbeitung, damit gelungene Filme entstehen. Storytelling muss Ihnen ein Begriff sein sowie die Authenzität Ihrer Inhalte.

2. Der Digital Leader als Distributor: Mit den Social Media kommen viele weitere Kanäle zu Ihrer bisherigen Content-Verbreitung hinzu. Zudem haben Sie die Funktion der automatischen Weiterverbreitung durch Teilen oder Retweeten ganz von allein mit abgedeckt. Jetzt gilt es den Grad zu finden, nicht zu stark und häufig in die Verbreitung Ihrer Inhalte einzugreifen. Dazu müssen Sie allerdings in der Lage sein, den Einfluss einer Nachricht so einzuschätzen, dass Sie ihren Weg durch die Kanäle bereits im voraus planen können. Damit so eine Planung aber funktioniert, brauchen Sie natürlich erst ein gutes Netzwerk an Fans und Followern, die sich für Ihren Content interessieren und begeistern.

3. Der Digital Leader als Rezipient: Neben dem eigenen Content versorgen uns uns Social Media mit vielen Informationen. Hier gilt es das Gespür für das wirklich Wichtige zu entwickeln. Als Führungskraft müssen Sie entscheiden, wo die Priorität gesetzt werden sollen, welche Beiträge und News verlinkt werden sollen und was geteilt und weiterverbreitet werden soll. Der Rest kann einfach übergangen werden oder durch bestimmte Filtertools direkt im Nirwana verschwinden.

4. Der Digital Leader als Berater: Gerade wenn ein Unternehmen sich mit vielen digital natives rüstet, um in die Social Media einzusteigen, lodert ein gewisses Feuer für diese neue Strategie. Als Leader müssen Sie dafür sorgen, dass dieses anfängliche Feuer nicht ausgeht. Seien Sie die antreibende Kraft für den Motor Social Media. Stehen Sie beratend ihren Mitarbeitern zur Seite. Leisten Sie Hilfestellung, wo Sie können und ermutigen Sie Ihre Leute sich der Herausforderung zu stellen. Dabei helfen auch Digital Leadership Workshops, mit denen Sie ihre Mitarbeiter, aber auch sich selbst im Umgang mit der richtigen Social Media-Strategie schulen können.

5. Der Digital Leader als Architekt: Wenn Ihre Kommunikation über die Social Media nach außen hin funktioniert, dann muss auch die interne Kommunikation laufen. Daher gilt es eine ausgewogene Infrastruktur einzurichten. Sie sollte den Austausch der Kollegen und Abteilungen untereinander fördern, aber nicht zum Missbrauch verführen. Keine leichte Aufgabe. Probieren Sie sich da zusammen mit einem Team aus und schauen Sie, welche Art der internen Netzwerke am besten greifen und am wenigsten Risiken aufzeigen.

6. Der Digital Leader als Analyst: Die letzte Fertigkeit, die Sie zum Digital Leader in Social Media macht, ist für die Aktualität und Entwicklung Ihres Unternehmens mit am wichtigsten. Halten Sie den Blick immer auf die Zukunft gerichtet. Sie müssen einschätzen, was auf uns zukommt, an neuen technologischen und gesellschaftlichen Fortschritten. Sie brauchen den Weitblick und müssen erkennen können, wo Sie mitziehen können und was jede Entwicklung für Ihr Content-Marketing bedeutet! Seien Sie experimentierfreudig, damit Sie einer der ersten sind, die auf den neuen Zug aufspringen und sich weiterhin als Marktführer etablieren.

Wie Digital Leadership im digitalen Wandel Erfolg bringt

Es braucht Mut, Innovationen radikal in Führung und Organisation einzusetzen, denn Legacy-Systeme , Kulturen und Haltungen sind starke Kräfte der Trägheit. Das Social-Media-Engagement der Stakeholder kann jedoch dazu führen, die politischen Führer mit den Unzulänglichkeiten der traditionellen Organisationsformen zu konfrontieren. Mitarbeiter werden lernen, wie man die notwendigen Infrastrukturen entwickelt, die zur strategischen Nutzung von sozialen Technologien erforderlich sind. Wenn Organisationen und das Management Team sich für den digitalen Wandel öffnen, werden sie eine positive Wende duch die neue Konnektivität einer vernetzten Gesellschaft erkennen. Und sie werden mit Wettbewerbsvorteilen belohnt werden.

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